27
Aug
2015
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Der verlorene Sohn mit Ananas und Banane


Wir sind gerade mittendrin in der Kinderbibelwoche, die auf dem Gelände einer örtlichen Gemeinde stattfindet. Die Kirche ist nicht weniger als ein überdachter Bereich, Wände gibt es nicht. Ein kleines Podest und ein Rednerpult verraten, dass hier Gottesdienste gefeiert werden. Gestern und heute haben wir hier jeweils ca. 200 Kinder begrüßt. Während der Kinderbibelwoche hören sie hier jeden Tag Bibelgeschichten und eine kleine Andacht, dazu viel Spiel und Spaß, jeder von uns hat einen anderen Workshop vorbereitet: Malen mit Fingerfarbe, Tanz, Gymnastik, Dat spielen, Dosenwerfen, Seifenblasen basteln, Malen und einiges mehr.

Während gestern jedes Kind die Schöpfungsgeschichte mit Knete selbst nachformen konnte, ist heute die Geschichte vom verlorenen Sohn dran. Um diese den Kindern anschaulich zu machen, nutze man kurzerhand das einheimische Obst. Mister Banane zog mit deiner Bonbon-Tüte durch die Kinderreihen und teilt großzügig aus. Schließlich war die Bonbon-Türe leer und dann wurde sie auch noch aufgegessen, dass nur noch die Schale übrig bleibt. „Ich habe nichts mehr, könnt ihr mir helfen?“, fragte die Banane. „NEEEINNN“, schrien die Kinder. Traurig erinnert sich die Banane an die Zeit von Papa Ananas. Dort hatte sie wirklich alles, was sie brauchte zum Leben. Und so kehrt Mister Banane Heim und wird von Papa Ananas schon sehnlichst erwartet.

Das Programm endete mit einer Tombola, die der einheimische Pastor Seoung mit vollem Stimmeinsatz zum Besten gab.
Für uns alle ist es schon eine besondere Erfahrung, kein Wort mit den Kindern sprechen zu können. Immerhin gibt es hier im Dorf seit wenigen Monaten Englischunterricht in der Schule, dass man kleine Konversationen wie „Hello, how are you?“ oder „What´s your name?“ mit einigen führen kann. Darüber hinaus müssen Mimik, Hände und Füße ausreichen. Und eigentlich klappt das auch schon ganz gut. Wir freuen uns einfach, dass wir viele Kinder in diesem Ort erreichen können. Und vielleicht ist dies ja eine neue Generation, die dieses Land verändern wird. Diese Woche können wir etwas in ihre Herzen säen, was davon aufgeht, das liegt in Gottes Hand.

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