9
Jun
2017
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Vergiss mich

In Kambodscha ist es üblich, ja fast normal, dass die eigenen Kinder oft an einem anderen Ort aufwachsen als die Eltern bzw. als ein Elternteil. Das liegt einfach daran, dass viele in der Fabrik arbeiten, auf Baustellen oder in der Hauptstadt. Dann werden die Kinder zu Oma und Opa aufs Land gebracht und irgendwie werden sie dann dort groß.

Natürlich lieben diese Eltern auch ihre Kinder, aber irgendwie müssen sie ja auch über die Runden kommen. Damit die Trennung von dem Kind nicht so schwer fällt, hängt man dann oft eine Kette um den Hals, die dem Kind helfen soll sich nicht mehr an die Eltern zu erinnern. Sprich, wenn sich das Kind nicht mehr an den Papa erinnert, der gerade weit weg ist, dann ist es auch nicht weiter traurig und alles ist gut.

Manches Mal werden mir unsere drei Kinder zuviel und ich wünschte, ich könnte sie für nen Moment mal in den Kindergarten geben oder auch zu Oma und Opa schicken. Wenn ich dann allerdings die Gegenwart um mich herum wahrnehme und sehe, wie so viele Kinder um uns herum aufwachsen, dann werde ich erneut dankbar. Welch ein Geschenk ist es doch seine eigenen drei Kinder aufwachsen zu sehen!

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