28
Jul
2019
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Auf Haussuche

In Siem Reap angekommen, hat Pete sich gleich am zweiten Tag auf Haussuche gemacht. Zunächst dachten wir, wir fahren einfach mit dem Moped durch die Gegend in der wir ein Haus suchen. Dort halten wir Ausschau nach Schilder, worauf steht „For rent“ mit einer Telefonnummer. Anschließend ruft man dort an und macht einen Termin mit dem Vermieter aus. So lief das damals vor zehn Jahren in Phnom Penh. 

Mittlerweile gibt es aber viele Markler die einem die Häuser vermitteln. So hat Pete sich dann mit drei verschiedenen Marklern getroffen. Teilweise hat er Josia mitgenommen. Und wir sind auch tatsächlich einen Nachmittag mal mit dem Auto ein wenig durch die Gegend gefahren.

Viele Häuser waren einfach zu klein und zu dunkel. Ein Haus hatte uns schon ganz gut gefallen, aber genau vor der Haustür fließt der offene Abwasserkanal, was je nach Wetterlage geruchsmäßig nicht so toll ist. Wie gesagt, wir hätten fast dieses Haus genommen, weil es uns der bestmögliche Kompromiss erschien, doch dann tat sich doch noch ein anderes Haus auf.

Es ist sogar von außen gelb angestrichen! Josia hatte in Deutschland lange Zeit für ein neongelbes, später neongrünes Haus gebetet.

Unser jetziges Haus ist eigentlich ein typisches Khmerhaus. Oben sind die meisten Wände aus Holz, nur Küche und Bad ist gemauert (was untypisch ist). Der untere Bereich ist komplett gemauert und lässt sich auch nur durch die Außentreppe erreichen. Nur das Schlafzimmer der Kinder hat Fenster. Ansonsten gibt es nur Mosquitonetze und Fensterläden.

Von unserem Haus sind es genau 5km bis zur Schule der Kinder und drei Minuten Fußweg bis zum nächsten Reisfeld. Wenn unsere Nachbarn sich lautstark unterhalten, können wir allerdings auch jedes Wort mit anhören. 

Wir sind jedenfalls froh, so ein schönes Haus gefunden zu haben, und hoffen sehr, dass wir die nächsten zwei Jahre hier wohnen bleiben können.

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