{"id":3805,"date":"2015-08-20T14:02:27","date_gmt":"2015-08-20T12:02:27","guid":{"rendered":"http:\/\/pete-anne.de\/wptest\/?p=3805"},"modified":"2015-11-01T14:08:57","modified_gmt":"2015-11-01T13:08:57","slug":"das-reismeer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/pete-anne.de\/cms\/2015\/08\/20\/das-reismeer\/","title":{"rendered":"Das Reismeer"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/pete-anne.de\/wptest\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/Das-Reismeer.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/pete-anne.de\/wptest\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/Das-Reismeer.jpg\" alt=\"Das Reismeer\" width=\"648\" height=\"432\" class=\"alignnone size-full wp-image-3806\" srcset=\"https:\/\/pete-anne.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/Das-Reismeer.jpg 648w, https:\/\/pete-anne.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/Das-Reismeer-300x200.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 648px) 100vw, 648px\" \/><\/a><br \/>\nWie ein gro\u00dfer, hellgr\u00fcner Teppich breiten sich die Reisfelder aus und verlieren sich irgendwo in der Weite. Hier und da tauchen ein paar kleine H\u00fctten auf, in der Ferne auch mal ein gr\u00f6\u00dferes Haus, ein paar Ochsen, hier und da arbeiten Menschen in den Feldern. Wie Inseln, erheben sich hinter uns bewaldete H\u00fcgel. Auf einem von ihnen liegt Sre Ambel: ein paar H\u00e4user mit einem herrlichen Blick auf ein Meer aus Reisfeldern. Wir befinden uns inmitten eines Fotos, wie man es in einem Asien-Kalender finden k\u00f6nnte:<\/p>\n<p>Es ist wundersch\u00f6n hier.<\/p>\n<p>Die Luft ist schw\u00fcl, aber klar. Das f\u00e4llt uns pl\u00f6tzlich auf, nachdem wir ein Tage in der Hauptstadt Phnom Penh und der Touristen-Hochburg Siem Reap verbracht haben. Heute Morgen sind wir angekommen, die ganze Nacht haben wir im Reisebus verbracht. Sre Ambel. Zehn Tage werden wir nun hier Familie Stahl unterst\u00fctzen, die den Menschen Hoffnung und eine Lebensperspektive schenken m\u00f6chten. Wir wohnen im \u201eShorty-Haus\u201c, eine Unterkunft extra f\u00fcr Kurzzeit-Freiwillige. In den n\u00e4chsten Tagen werden wir Haus und Garten wieder in Schuss bringen, es gibt einiges zu tun! Dar\u00fcber hinaus werden wir hier bei Kinderprogrammen helfen, beim Englisch-Unterricht unterst\u00fctzen und in den umliegenden D\u00f6rfern mit Menschen \u00fcber den Glauben ins Gespr\u00e4ch kommen.<br \/>\nDie gut ausgebaute Provinzstra\u00dfe, die Sre Ambel passiert, f\u00fchrt in wenigen Autostunden bis an die Grenze von Thailand. Auch wenn diese Stra\u00dfe zwei Nationen miteinander verbindet, so grausam ist die Tatsache, dass sie wom\u00f6glich viele kleine traurige Schicksale au\u00dfer Land tr\u00e4gt. Kinder, die aus ihren Familien gerissen werden, um als Sklaven nach Thailand verkauft zu werden. Wir sind gerade einmal wenige Stunden hier und erleben, wie real das alles ist. Eigentlich wollten wir nur einen kleinen Spaziergang durch die Reisfelder machen. Wir schlurfen mit unseren Flip-Flops durch den tonfarbenen Boden, vorbei an kleinen Holzh\u00fctten. Unter einem Cocos-Baum begegnen wir einer Frau. Sch\u00fcchtern l\u00e4cheln sie uns zu uns spricht uns auf Khmai an, Englisch kann sie nicht. Sp\u00e4ter erfahren wir, dass vor einiger Zeit ein Fremder da war, der ihre \u00e4lteste Tochter (6 Jahre) mitgenommen wurde. Jetzt ist sie in Thailand. Wer wei\u00df, was aus ihr geworden ist. Kinder wie sie werden als Hausm\u00e4dchen oder noch schlimmer: f\u00fcr die Sexindustrie. Auch das muss man sagen:<\/p>\n<p>Es ist wirklich traurig hier.<\/p>\n<p>Und doch sind wir hier, um auch dieser Seite von Kambodscha in die Augen zu schauen. Wir wollen nicht wegsehen. Wollen mit offen sein f\u00fcr die Menschen hier, mit unseren kleinen M\u00f6glichkeiten. Und sei es mit unseren Gebeten f\u00fcr ganz konkrete Anliegen. Heute Abend beten wir daf\u00fcr, dass kein Kind mehr \u00fcber diese kleine Stra\u00dfe Sre Ambel verlassen muss. Dass sie bleiben k\u00f6nnen in ihren Familien, die \u00fcberall verteilt leben.<\/p>\n<p>In diesem Meer aus Reis.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie ein gro\u00dfer, hellgr\u00fcner Teppich breiten sich die Reisfelder aus und verlieren sich irgendwo in der Weite. Hier und da tauchen ein paar kleine H\u00fctten auf, in der Ferne auch mal ein gr\u00f6\u00dferes Haus, ein paar Ochsen, hier und da arbeiten Menschen in den Feldern. Wie Inseln, erheben sich hinter uns bewaldete H\u00fcgel. 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