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25
Feb.
2023
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Thailand

Endlich haben wir die Gelegenheit gehabt nochmal eine Woche Urlaub zu machen. Eigentlich hatten wir geplant nach Weihnachten eine Woche in den Urlaub zu fahren, aber durch den Schulwechsel hat die Schule der Kinder schon wieder an dem 2. Januar angefangen und es war keine Zeit für Urlaub. Nun aber haben die Kinder eine Woche Ferien. Für uns die Gelegenheit Urlaub zu machen. Zunächst dachten wir, wir fliegen nach Malaysia, aber erstens lohnt es sich finanziell für uns nicht wirklich für eine Woche und zweitens ist dort gerade noch Monsumzeit. Also nicht so praktisch. Und da nun unser Auto endlich – nach vier Monaten – in Petes Namen registriert ist, sind wir dann doch mit unserem Auto über die Grenze nach Thailand gefahren. Am Freitagnachmittag nach der Schule sind wir abends bis nach Pailin gefahren und haben dort auf einem freien Feld unsere beiden Zelte aufgeschlagen. Die Nacht war, nun ja, sagen wir mal durchwachsen. Bis halbzwei nachts hat man die Hochzeit von dem anderen Tal gehört und morgens um halbfünf ging es dann wieder los – aber wie gut dass die Kinder eigentlich überall schlafen können. Pete hatte zudem noch ein Loch in der Isomatte, aber wie würden unsere Freunde sagen „Es muss hart sein, und wenn es nicht hart ist, muss es hart erzählt werden.“

Jedenfalls am nächsten Morgen ging es dann gleich an die Grenze und dort hieß es dann für uns doch ein wenig länger warten als gedacht. Insgesamt haben wir drei Stunden an der Grenze gebraucht, bis alles erledigt war. Nun wissen auch unsere Kinder was Langeweile ist und wir wissen, dass man das nächste Mal besser um die Mittagszeit über die Grenze fährt, da ist eindeutig weniger los.

In Koh Chang angekommen, haben wir als Familie einfach ein paar wirlich schöne Urlaubstage verbringen können. Wir waren einen Tag schnorcheln, Pete konnte endlich nochmal tauchen gehen, wir haben super leckeres Frühstück genossen, im Sand gespielt, die Feuershow zig mal gesehen und Spaß mit den Rutschen im Pool gehabt. Es hat uns allen einfach mal richtig gut getan. Der Rückweg war dann viel entspannter, denn dort sind wir um 9 Uhr morgens los gefahren und um 17.30 Uhr waren wir schon in Siem Reap. So schnell sind wir sonst wahrscheinlich nicht mal in Kampot von Siem Reap aus.

12
Feb.
2023
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Grace Church Siem Reap

Wir sind total dankbar, dass wir nun seit Anfang Januar zur Grace Church Siem Reap gehen können. Es ist eine Gemeindegründungsarbeit. Es soll ein Ort entstehen an dem sowohl Khmer als auch Expats (Ausländer in Kambodscha) gemeinsam Gott anbeten können und geistliche Gemeinschaft erleben. Nachdem wir die letzten Jahre ja uns nur jeweils mit ein paar Familien getroffen hatten, und im Sommer aber zwei von diesen Familien nicht mehr da waren, war es für uns sonntags eher etwas ernüchternd. Gerade auch mit dem Wegfall von HOPE School war es uns nochmal mehr wichtiger eine Gemeinde für uns als Familie zu finden. Seit Februar treffen wir uns jetzt sogar in dem alten HOPE School Gebäude.

Anne hat wieder angefangen regelmäßig Kindergottesdienst für die kleineren Kinder (bis 3. Klasse) zu machen. Wir staunen einmal mehr wie Gott schon vor Jahren Menschen Herzen bewegt hat, damit jetzt hier die Grace Church starten kann – für uns und viele andere zum richtigen Zeitpunkt.

10
Feb.
2023
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Sortieren und Listen führen

In den letzten Wochen waren Friedi und Vanessa unglaublich fleißig und haben endlich alle fertiggestellten Produkte von den Frauen in einer Liste aufgeführt und sortiert. Nun haben wir endlich einen Überblick an dem was vor Ort schon alles genäht ist.

Außerdem konnten sie eine kleine Ecke einrichten, wo wir zukünftig besser unsere Produkte präsentieren können und auch dann verkaufen können. Es ist wie ein kleiner Verkaufsstore! So cool.

2
Feb.
2023
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Männergespräche

Heute haben wir zum Mittagessen Lim, Bunthong und Pheap eingeladen. Zwischendurch machen wir das immer mal wieder und es jedes Mal bereichernd von ihnen zu hören. Meistens haben wir gute Gespräche über dieses und jenes und oftmals können wir noch etwas dazu lernen. Heute haben wir zum Beispiel darüber geredet, was oft Khmer davon abhält sich für ein Leben mit Jesus zu entscheiden. Es ist nämlich für Khmer unglaublich wichtig, dass sie wissen, wo sie einmal beerdigt werden. Und im allgemeinen gibt es keinen öffentlichen Friedhof. Wenn man also nicht mehr Buddhist ist, was passiert dann mit dem Körper usw.? Wir sind dankbar für solche Momente und auch besonders für diese drei Männer, die Gott uns hier vor Ort zur Seite gestellt hat. Wir dürfen in sie investieren und andereseits auch jede Menge von ihnen lernen.

30
Jan.
2023
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Geführt – gefunden

Es ist Dienstagmorgen. Wir fahren erneut los nach Run Ta Eik um nach einem Stück Land zu suchen. Zu dem Zeitpunkt wissen wir mittlerweile, dass man in dem Gebiet von Run Ta Eik selbst, kein Land kaufen kann, weil alle neuen Landbesitzer in den nächsten fünf Jahren ihr Land nicht verkaufen dürfen. Es gibt also nur Land um Run Ta Eik. Wir wissen auch, dass der große Graben, der um Run Ta Eik herumführt zum Apsaraland gehört und man für den Bau einer Brücke wiederum die Genehmigung von den Leuten von Apsara bräuchte (was einem theoretisch jederzeit wieder weggenommen werden kann). Wir wissen auch, dass die meisten Grundstücke außerhalb zu Quadratmeterpreisen von $30-35 verhandelt werden. Und wir wissen noch eine Menge mehr …

Wir fahren also jedenfalls los um uns ein paar Grundstücke außerhalb von Run Ta Eik anzuschauen. Doch bei dem ersten Landstück stellt sich schnell heraus, dass man zig LKWs bräuchte um das Land aufzuschütten, man eine Brücke über den Kanal bauen müsste, nicht klar ist ob der Strommast zu weit weg ist usw. Bei dem zweiten Land ist gar nicht genau klar, wieviel es eigentlich kosten soll, wieviel man davon kaufen kann. Ah ja, nicht wirklich hilfreich. Wir fahren weiter zu dem Land, dass Pete sich vor ner Woche schon mal angeschaut hat. Dieses Land liegt direkt an einer Hauptstraße. Wir könnten evtl. ein Teil von dem Land abkaufen. Das komplette Grundstück ist 50x70m, aber der Quadratmeterpreis liegt bei $35, das können wir uns nicht leisten. Vielleicht könnte man verhandeln? Wir kaufen nur 17 oder 18mx70m für $30??? Der Besitzer wohnt in Amerika, alle Kommunikation läuft über einen anderen Khmer. Wir treffen die Frau, der das Land früher gehört hat, sie hat es vor 20 Jahren für damals $2000 verkauft, weil ihr Kind krank war. Sie brauchte das Geld für die Wunderheiler, aber leider ist das Kind gestorben. Ein anderes Kind von ihr ist auch gestorben, jetzt hat sie nur noch drei – und das Land ist auch weg. Wir erzählen ihr von unsrer Hoffnung in Jesus, sie scheint nicht abweisend.

Wir treffen den Vermittler von dem Land, er kennt noch ein anderes Grundstück. Der Besitzer muss „schnell“ verkaufen, da er das Geld braucht – er hat zuviele Schulden. Wir entscheiden schon vorher, dass wir es uns nicht anschauen, weil es von den Maßen nicht passt. Mittlerweile es Mittagszeit, wir sind müde vom vielen umherschauen und wieder nichts wirklich Gutes finden, deshalb entscheiden wir uns zurückzufahren. Wir sind gerade mal fünf Minuten gefahren, da ruft uns der Makler von dem ersten Grundstück an. Er hat noch ein weiteres Grundstück, was er nuns zeigen möchte. Eigentlich haben wir keine Lust nochmal umzudrehen, aber nun sind wir sowieso schon mal hier, also drehen wir um und fahren zum Land.

Anne bleibt im kühlen Auto und betet ne Runde, während Pete mit Bunthong und Pheap aussteigen und in der brühenden Hitze sich das Land anschauen. Schnell ist klar, dass dieses Land nicht in Frage kommt. Man müsste eine große Brücke bauen um zum Land zu kommen, zu dem ist es viel zu groß.

Da es super heiß ist und der Erdstaub durch die vorbeifahrenden LKW jeweils immer genau in ihre Richtung aufgewirbelt wird, entscheiden die Männer rüber in den Schatten zu gehen. Denn auf der anderen Seite steht eine kleine Hütte und ein paar Bäume, daneben ein Ackerfeld auf dem Kassava angebaut wird. Sie stehen also mit dem Makler im Schatten der Bäume und sagen, dass sie nicht das Land kaufen wollen, da kommt auf einmal der Besitzer von der Hütte und dem Ackerfeld dazu und sagt: „Dann kauft doch mein Land! Ich möchte gerne 40x60m für $40.000 verkaufen.“ Wow! Schnell stellt sich heraus, dass der Besitzer vor über zehn Jahren nach Run Ta Eik gezogen ist, als alles noch Wald und Steppe war. Auf seinen Grundstückspapieren steht, dass er schon längst die richtige Grundstücksurkunde haben sollte. Die Hoffnung ist, dass er diese nun in den nächsten paar Monaten mit allen anderen bekommt. Da er schon so lange dort wohnt, hat er das Recht Land zu verkaufen. Er erzählt uns, dass er Christ ist, vor Ort in eine Gemeinde geht und dass er vor Monaten gebeten wurde, dieses Land zu verkaufen, man wollte ihm ein anderes Land geben. Er hat dann darum gebetet und sich entschieden zu bleiben und nicht zu verkaufen. Nur einige Tage später kamen die Bagger und Bulldozer um haben angefangen alles platt zu machen und die Straßen und Grundstücke fertigzustellen. Er ist dankbar, dass er geblieben ist, man hätte ihn sonst um den Wert seines ganzen Grundstückes gebracht. Als er unsere Geschichte hört und dass wir vor Ort mit „playparx“ einen Betrieb aufbauen wollen, in dem wir den Männern Arbeitsplätze anbieten können und ihnen das Evangelium weitererzählen, ist er begeistert. Für sich selbst will er gerne das Grundstück um das Wohnhaus herum behalten, aber das Ackerfeld möchte er gerne verkaufen.

Wir staunen einmal mehr über Gottes Führung. Klar auch dieser Kauf birgt eine Gefahren mit sich, wann werden wir die Gundstücksurkunde wirklich in den Händen halten können, oder wird ihm am Ende doch noch das Grundstück abgenommen werden? Doch sein Grundstück ist auf allen Karten als gelb markiert, also als jemand, der schon lange dort wohnt. Und auch das Gespräch mit anderen wichtigen Personen in den nächsten Tagen lässt uns fest darauf vertrauen, dass dies das Grundstück von playparx sein wird. Wir haben einen tiefen Frieden darüber. Auch als sich für uns eine angeblich „sicherere“ Variante ein paar Tage später angepriesen  wird. Wir bleiben dabei, genau dieses Land wollen wir kaufen. Und so erarbeiten wir einen ganz einfachen Vertrag auf Khmer in dem festgelegt ist, dass wir dieses Land kaufen werden.

Jetzt zahlen wir zunächst nur einen Teil an, der Rest kommt dann später wenn die ganzen Papiere da sind. Das Grundstück selbst zahlen wir von unserem Ersparten der letzten Jahre. Es ist für uns der nächste Glaubensschritt. Wir wollen Gott nicht nur unser Leben zur Verfügung stellen, sondern ja, auch alles was wir besitzen. Und nun wollen wir weiter seine Wunder sehen. Wir wollen sehen, wie Gott sich zu „playparx“ dazustellt und es zum Segen für viele Männer und Familien wird.

30
Jan.
2023
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Phnom Penh

Seit Tagen waren wir am Überlegen ob wir nun am Wochenende nach Phnom Penh fahren sollen oder nicht. Gründe gab es mehr als genug. Ich musste meinen Führerschein erneuern lassen und das ist in Phnom Penh innerhalb von einer halben Stunde bis Stunde erledigt, dauert mich aber in Siem Reap mehrere Fahrten und Stunden. Pete war dabei einen neuen Computer zu kaufen, den er für die Konstruktion bei playparx unbedingt braucht und zu guter letzt fand an diesem Wochenende auch das 100 Jährige Festival, dafür dass das Evangelium nach Kambodscha gekommen ist, statt. Als dann am Morgen die laute Beerdigungsmusik ertönte, war klar, wir fahren!

Nachdem wir die Kinder aus der Schule etwas früher abgeholten hatten, machten wir uns auf den Weg. Kurze Zeit später funktionierte unsere Klimaanlage nicht. So fuhren wir erst eine Weile mit offenen Fenstern weiter, entschieden uns dann aber doch eine Werkstatt aufzusuchen, man weiß ja schließlich nie, was die Ursache des Ganze ist. Wie gut, dass wir angehalten haben. Denn es stellte sich heraus, dass der Kühler nicht den Motor kühlen konnte, weil der Filter völlig verdreckt war. Wären wir noch ein wenig weiter gefahren, dann wäre der komplette Motorblock wahrscheinlich explodiert, so haben wir nur eine Stunde gewartet, $10 bezahlt und konnten sogar abends noch in Phnom Penh ins Kino gehen.

Auch wenn wir letztlich nur an einem Nachmittag bei dem 100 jährigen Festival waren, so war es doch einfach genial in dem 100 Jahre Zelt die Geschichte zu verfolgen und zu sehen, wie Gott mit einigen wenigen Christen angefangen hat und nun haben sie abends über 10.000 Khmer getroffen und sie selbst haben das ganze Event alleine organisiert. So schön zu sehen, wo die Gemeinde Jesu wächst und wo wir wiederum von ihnen lernen können.

Ansonsten reicht uns eigentlich ein Wochenende in Phnom Penh im Jahr. Kaum zu glauben wie sich die Stadt von 2009 zu jetzt verändert hat. Soviele Häuser, Shoppingmalls, große Straßen etc sind inzwischen dazugekommen. Da gefällt uns Siem Reap doch echt um einiges besser.

27
Jan.
2023
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Guter Start bei Treehouse

Wir sind unglaublich dankbar, dass unsere Kinder alle einen guten Start bei Treehouse hatten. Natürlich gibt es einiges was sie vermissen, gerade die morgendlichen Andachten bevor Schulbeginn, aber es gibt auch vieles was sie bei Treehouse mögen. Es gibt Musikunterricht und sie machen mehr Experimente.

Julie hat sich die ersten Wochen sehr schwer getan und ihr war oft schlecht von dem innerlichen Stress den sie hatte mit dem Schulwechsel, aber zum Ende des ersten Monats hat dies erheblich abgenommen worüber wir sehr dankbar sind. Josia und Madita haben dann gleich auch noch den „Shining Star of the month“ erhalten. Wow!!!

26
Jan.
2023
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Englischunterricht im Dorf

Letztes Jahr hatten ja schon unsere Shorties Lisa und Luisa angefangen den Kindern im Dorf Phnom Dey Englisch beizubringen. Nun nach einer leider etwas längeren Pause konnte es endlich wieder starten.

Seit Januar gehen nun Friedi, Vanessa mit Deborah (Khmer Übersetzerin) ins Dorf und bringen den Kindern dort Englisch bei. Es ist einfach cool zu sehen wie sich die Kinder freuen uns es mit den Wochen immer mehr wurden.

Am Anfang beginnen sie mit einem Lied und anschließend erzählen sie eine biblische Geschichte und geben einen kleinen Input dazu. Anschließend teilen sich die Kinder in zwei Gruppen auf. Die kleineren Kinder (4-9 Jahre) lernen dann weiter mit Friedi, während Vanessa die größere Gruppe (10-14 Jahre) unterrichtet. Der Unterricht besteht aus dem Lernen von neuen Buchstabens und ihre Aussprache sowie hilfreiche, wichtige Wörter und Sätze. Natürlich ist das ganze mit immer vielen Spielen verbunden. Nach einem Abschiedslied haben die Kinder die wollen dann noch Zeit das Ausmalbild zur Andacht auszumalen oder ein wenig Ball zu spielen.

Die größte Herausforderung im Moment ist für uns noch jeweils zu wissen wie viele Kinder kommen. Denn manchmal sind es 15, ein anderes mal um die 50 Kinder. Nun versuchen wir im Gespräch mit dem Schuldirektor besser herauszubekommen an welchen Tagen die Kinder zur Schule gehen müssen und an welchen nicht, denn normalerweise ist Donnerstags ein Lehrermeeting und dann gehen die Kinder nicht in die Schule, schließlich gehen sie dafür ja am Samstag. Naja, es heißt wohl eben doch nach wie vor flexibel zu sein.

Eine besondere Freude ist zu erleben, wie die Kinder dann teilweise die erzählten biblischen Geschichten zuhause weitererzählen und uns dann z.B. die Frauen im Nähzentrum stolz erzählen, dass jetzt auch ihr Kind die Schöpfungsgeschichte kennt!!! So genial, wenn wir alle aus der Familie mit dem Evangelium erreichen können.