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5
Mai
2017
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Das ist nicht lustig!

Die Khmerkultur zu verstehen ist eine Sache, sie den Kindern zu erklären eine Andere! Folgende Situation passierte letztens: Madita schaukelte auf unserer Sitzhängematte und fiel dann hart auf den Boden, so dass sie weinte. Gerade in diesem Moment kam unsere Haushaltshilfe aus ihrer Mittagspause und lachte Madita aus. Madita sagte: „Nicht lustig!“
Wieso nun hat unsere Haushaltshilfe gelacht anstelle Madita zu trösten, wie es in unsrer Kultur wahrscheinlich angemessen wäre?

Eine Erklärung für ihr Verhalten liegt in der Andersartigkeit der Schamkultur. Das Lachen war eine Erziehungsmaßnahme. Durch das Lachen wollte sie Scham bei Madita erzeugen, damit sie nicht nochmal so auf der Hängematte rumturnt und runterfällt.

Ein anderes Mal fiel unserer Haushaltshilfe beim Spülen ein Schüssel runter und zerbrach. Ich kam rein und guckte etwas entsetzt, aber sie fing an zu lachen. Ich fand das allerdings im ersten Moment gar nicht so lustig. Aber durch ihr Lachen wollte sie die ganze Situation nur deeskalieren. Während man in unserer westlichen Kultur eher die Tat im Blick hat und sich für das Fehlverhalten entschuldigen würde, hatte sie nicht die Sache oder das Fehlverhalten im Blick, sondern die bestehende Beziehung. Durch das Lachen spielte sie das Fehlverhalten so herunter, dass die Ebene der Beziehung nicht belasten werden sollte. Ich sagte also nichts, die Schüssel landete im Mülleimer und eine halbe Stunde später war die Geschichte vergessen.

 

 

26
Apr.
2017
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Tausend Baustellen

Manchmal hilft es einfach ein wenig Frust loszuwerden oder mal so richtig auf die Tränendrüse zu drücken.

Aber nun der Reihe nach. Wir hatten uns einen Tag zuvor eine Predigt angehört. Thema war: „Wieviel darf dich deine Berufung kosten?“ Nun, ich dachte mir, eigentlich kostet sie mich ja schon einiges. Fernab von Familie und Freunde und andere Einschränkungen …, aber dann kam alles noch viel schlimmer. Es fing damit an, dass Pete unser wochenlang verstopftes Waschbecken nun doch nochmal reparieren wollte. Nach einem Vormittag voller Kämpfe, dass Waschbecken doch noch irgendwie dicht zu bekommen und der Ahnung, ja, jetzt müsste es dicht sein, brach dann doch noch ein Rohr ab. Sch….! Leider lässt sich die Sifon nicht in Srae Ambel kaufen, und so kam ein Eimer Wasser unter das Waschbecken und muss jetzt bis Mitte Mai warten, bis wir in Phnom Penh die notwendigen Ersatzteile kaufen können.

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Aber das ist ja nicht unsere einzige Baustelle. Im Februar hatte Lim schon einige Fliesen aus unserem Wohnzimmer entfernen müssen. Diese waren damals nicht richtig verlegt worden und bogen sich nach oben, brachen entzwei und bildeten nur scharfe Kanten, wo man sich schnell schneiden konnte. Seitdem haben wir eine Baustelle im Wohnzimmer – jetzt schon über zwei Monate – und eine Picknickdecke verdeckt es schön. An manches kann man sich tatsächlich gewöhnen – mal schauen, wie lange wir warten, bis wir diesen Zustand doch ändern wollen.

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Weil dies aber anscheinend nicht genügend Baustellen sind, hat der Sturm nun die halbe Dachverdeckung von unserem Balkon auf den Boden geworfen. Ist ja weiter kein Problem, weil das hat mich lediglich einen ganzen Vormittag gekostet, die Dachverdeckung zu besorgen und Lim dann nochmal einen Nachmittag diese wieder anzubringen.

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Tja, das alles sind aber wirklich nur kleine Probleme. An die Substanz geht es dann eher erst, wenn mal wieder die Wasserpumpe nicht funktioniert. Wir berichteten ja schon mal. Nun diese Woche war es dann wieder soweit. Und Pete reparierte, und reparierte und schaute und probierte … aber nach einigen Tagen stand dann endgültig fest, die Pumpe hat einfach zu wenig Druck um Wasser hoch in den Wasserkanister zu pumpen. So blieb uns nichts anderes übrig als mit Wasser aus der blauen Tonne zu duschen und abzuwarten, bis die neue Pumpe aus Phnom Penh Dank unseren Kollegen Mirjam und Franz schnell den Weg nach Srae Ambel schaffte.

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Hatte ich schon erwähnt, dass während diesen ganzen Tagen, ich auch noch einen Tag mich durchgekotzt habe und mich der Stromausfall am Abend dann fast in den Wahnsinn getrieben hätte …

Nun ja, jetzt haben wir zumindest wieder fließend Wasser und meinem Magen geht es auch wieder gut. Gerade kommt Josia und bringt mir ne kaputte Feder vom Trampolin … ja, nee ist klar!

14
Apr.
2017
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Wasserschlacht im April

In Thailand und Kambodscha findet der Neujahrswechsel immer Mitte April statt. Nach ein paar Tagen Urlaub waren wir am 12. April wieder auf dem Rückweg nach Hause. Und da konnten wir die Feierlaune der Thai ganz gut beobachten. Zu Neujahr bespritzt man sie hier nämlich mit Wasser. Überall an den Straßen stehen große Wasserbehälter und die vorbeifahrenden Autos werden mit Wasser bespritzt. Andere haben auf ihren Pickups Wasserbehälter geladen, fahren durch die Gegend um wiederum andere nass zu spritzen. Die Feuerwehr sorgt derweil für Wassernachschub und alle sind in einer richtigen Feierlaune von jung bis alt.

In Kambodscha angekommen, ist dann Pete sogar die nächsten Tage auch hier von ein paar Kids mit Spritzpistolen nassgespritzt worden. Dass die Khmer dieses Wasserspritzen aber so extrem feiern, wie die Thai haben wir bisher noch nicht erlebt. Dafür sieht man hier häufiger, dass sich die Kinder gegenseitig mit Babypuder einpudern.

Der Ursprung dieser Wasserspritzaktion liegt in rituellen Waschungen zum Neujahrsfest.

14
Apr.
2017
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Karfreitag

Beerdigungsmusik ist in unsrer Nachbarschaft überall lautstark zu hören. Ein junger Mann ist gestorben. Ganz plötzlich, unerwartet. Ein Motorradunfall. Zuviel getrunken, das Handy an einem Ohr, nicht richtig aufgepasst, das abbiegende Auto zu spät erkannt. Tot. 18 Jahre – und jetzt? Die Mönche rufen die Nachbarschaft auf, später am Nachmittag bei der Zeremonie dabei zu sein, wenn die Seele gebeten wird an einen schönen Ort zu gehen. Dafür ist es zu spät.

Karfreitag

Vor über 2000 Jahren ist keine Beerdigungsmusik zu hören, sondern überall hallt ein „Kreuzige ihn, kreuzige ihn!“ in den Ohren derer nach, die es laut gerufen haben. War er zur falschen Zeit am falschen Ort? Das Falsche gepredigt? Gekreuzigt! Tot! Mit 34 Jahren – und jetzt? Der Vorhang im Tempel zerreißt in zwei, der Himmel verfinstert sich, es ist dunkel und der Wachmeister sieht es auf einmal ganz klar: „ER war wirklich Gottes Sohn.“ Drei Tage später ist er nicht mehr tot. JESUS LEBT! Auferstanden um alle einzuladen mit ihm Beziehung zu haben – schon in diesem Leben und danach an einem noch schöneren Ort.

11
Apr.
2017
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Sonne, Strand und Meer

Das Gute an unserem Wohnort ist, dass man innerhalb von 2,5h in Thailand ist. Klar muss man dann noch ein wenig fahren, bis man dann auf eine Insel kommt, aber für uns war diese eine Woche Urlaub in Thailand echt super. Hier ein paar Fotos vom vielen Tauchen.

6
Apr.
2017
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Familienfest am Grab

Es mag einem etwas komisch anmuten, wenn man mitten auf dem Friedhof ein Festzelt aufgebaut sieht, Picknickdecken ausgebreitet sind und eine Großfamilie eine kleine interne Party veranstalten. Was für uns eher ungewöhnlich ist, ist für die Chinesisch-/Vietnamesischstämmigen hier in unserer Provinz eine Art und Weise ihre Ahnen zu verehren. Und da viele Chinesen mit Khmer verheiratet sind, und andere wiederum vielleicht ja auch irgendwelche Chinesen als Vorfahren haben, übernehmen viele der Khmer diese Tradition. Innerhalb von 10 Tagen, die im März liegen, geht man zu dem Grab der Verstorbenen und schmückt es schön mit bunten Papieren. Man isst zusammen, trinkt ein oder auch mehr Bier und glaubt, dass bei diesem Fest am Grab die Ahnen auch gesättigt werden.

Geschmückte Gräber

Geschmückte Gräber

5
Apr.
2017
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Einkaufen in Phnom Penh

Letztes Wochenende waren wir mal wieder in Phnom Penh. Insgesamt bin ich 80km durch die Stadt gekurvt. Auch wenn es ziemlich viel geregnet hat, kommt man bei dem Verkehr mit dem Moped einfach besser durch. Zum Glück gab es am Ende der Tour im Hotel ne warme Dusche für mich.

 

Hab mein Moped voll geladen

Hab mein Moped voll geladen

Überflutete Straße

Überflutete Straße