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22
Dez.
2019
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Weihnachtszeit

Manche denken ja es muss besonders kalt sein, damit man in Weihnachtsstimmung kommt! Und wann ist man überhaupt in der richtigen Weihnachtsstimmung? Wenn man Plätzchen backt, Weihnachtslieder hört, das ganze Haus voll Weihnachtsschmuck leuchtet und es draußen schneit? Nun ganz ehrlich, ich habe mich wirklich sehr auf Weihnachten gefreut, weil dies für mich bedeutet, bis dahin haben wir ein Haus gefunden, alle Sachen ausgepackt und die Kinder sind vielleicht ein wenig angekommen. Und ja, wir haben ein Haus, die Sachen sind ausgepackt und die Kinder haben ihre ersten Monate gut gemeistert, aber diese Weihnachtszeit hat mich ein völlig anderes Gefühl heimgesucht: Heimweh!!! Ja, selbst nach 10 Jahren, kann es das wohl geben. Ich wäre ehrlich gesagt am liebsten in den nächsten Flieger gestiegen und hätte Weihnachten ZUHAUSE gefeiert! Nun, wir haben es nicht gemacht. Und liebe Freunde haben mich hindurch getragen, für mich gebetet. Aber ja, es gibt immer wieder diese Zeiten in der wir uns FREMD fühlen, nicht richtig zuhause sind und vielleicht ist es ja auch das was Jesus empfunden hat: HEIMWEH! Nach seinem Zuhause. Doch aus Liebe zu uns, hat er sich aufgemacht und wurde Mensch! Und das ist es, was wir an Weihnachten feiern. Den menschgewordenen Gott – egal ob mit oder ohne Weihnachstsstimmung!

16
Dez.
2019
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Weihnachtsfeier im Nähprojekt

Eigentlich sollte es eine richtig schöne Weihnachtsfeier bei uns zuhause mit Khmer Raclette werden. Wir wollten Lieder singen, hatten uns lustige Spiele ausgedacht … doch dann wurden wir alle krank. Zumindest ich und Kim lagen fast eine Woche platt im Bett, so als es dann zudem vereinbarten Zeitpunkt der Weihnachtsfeier kam, waren wir nicht wirklich in der Lage etwas Großes zu organisieren. Vielleicht nächstes Jahr dann?

Nichts desto trotz haben wir dann in einem netten Khmer Restaurant zusammen gegessen. Ich musste echt schmunzeln, als eine nach der anderen sich „gebratenen Reis“ bestellte. Das ist doch so ein 0815 Essen. Aber sie erklärten mir dann, dass sie zuhause immer nur Reis mit Sojasoße und vielleicht nem Ei anbraten, dass hier aber ja jetzt viel Gemüse und Fleisch bei uns, und das schmeckt dann wirklich mal lecker! Und wieder einmal bin ich zurück in die Realität gelandet!

Zum Abschluss gab es noch Geschenke für alle! Jeder hatte selbst ein Geschenk mitgebracht und nun bekam es jemand anderes. Wir haben für die Frauen, dann noch Shampoo, Lotion und so besorgt. Alle waren mega glücklich und so war die Feier dann doch noch ganz schön.

7
Dez.
2019
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Internationaler Geburtstag

Heute haben wir mit Josia seinen 8ten Geburtstag gefeiert. Er hat fünf Freunde aus jeweils fünf unterschiedlichen Ländern eingeladen: Deutschland, Dänemark, Niederlande, Kanada, England.

Sie hatten viel Freude zusammen und haben sich richtig gut verstanden. Es gab einige Wasserspiele – trotz eisigen Temperaturen! Oder sie haben einfach zusammen Murmelbahn gebaut, Beyblades gespielt und Trampolin gehüpft.

Und auch wenn Josia noch nicht sagen kann, dieser oder jener ist nun ein wirklicher Freund von mir, so sind da zumindest einige Jungs mit denen er sich gut versteht und worauf er eine Freundschaft aufbauen kann.

27
Nov.
2019
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Verzweifelt

In dem Nähprojekt arbeiten wir mit Frauen aus ärmlichen Verhältnissen zusammen. Nicht immer ist es da einfach „richtig“ zu helfen. Denn Armut ist so ein komplexes Thema. Mit einhergeht, dass der Zugang zu medizinischen Möglichkeiten nur sehr beschränkt möglich ist, wenn gar einen schon in eine Verschuldung bringt. So kann man schnell an zwei Tagen im Krankenhaus $100 lassen, für medizinische Untersuchungen, wie Röntgen, die eigentlich gar nicht das eigentliche Problem angehen.

Sokea, eine Frau unserem Nähprojekt, ist krank und das nicht erst seit gestern. Schon länger eigentlich. Fast ein Jahr. Auch wenn sie es erst jetzt wirklich zur Sprache bringt. Wir haben für sie gebetet, sie war bei einem teuren Arzt, der nicht wirklich Ahnung hatte – alles half nichts. Ihre einzige Chance sah sie nun darin, sich dem lokalen Zauberer „Kru Khmer“ anzuvertrauen. Der verordnete ihr rituelle Waschungen, eine Naturmedizin und einen einwöchigen Aufenthalt im buddhistischen Kloster.

Kim und ich haben Sokea genau dort besucht. Im Wat. Sie sieht verzweifelt aus – glaubt daran, dass dies doch nun helfen muss. Eigentlich will sie weg von hier, von diesem dunklen Ort, doch die Macht und auch Angst vor dem Zauberer sind stärker. Sie kann nicht weg. Sie ist gebunden. Ich frage sie, was sie von dem Evangelium bisher verstanden habe, aber so wirklich viel ist das nicht. Ihr geht es jetzt besser, weil sie nun Arbeit habe, sagt sie uns. Wir reden lange und es ist gut und dennoch bleibt in mir die Erkenntnis einmal mehr, dass nur Gott allein diese Frauen aus ihrer Verzweiflung heraus retten kann. ER ist es, der sie von innen heraus transformieren muss auf dass sie wirklich frei werden. Aber bis dahin, ist es vielleicht noch ein langer Weg der gegangen werden muss.

Als sie wieder zur Arbeit erscheint, wenn auch nicht wirklich geheilt, gehe ich mit ihr in eine Frauenklinik. Wir verbringen den ganzen Morgen dort, aber da wird ihr nun endlich geholfen und auch ein wenig die Angst genommen, dass sie an Krebs sterben müsste, wie ihre Ende Vierzig jährige Mutter letztes Jahr.

25
Nov.
2019
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Besuch aus Deutschland

In den letzten Tagen hatten wir Besuch aus Deutschland. Besuch kann ja immer beides sein, Aufwand oder Freude! In diesem Fall war es 100 % Freude und Ermutigend. Die Beiden kommen ursprünglich aus Annes Heimatdorf und auch wenn wir uns bisher noch nicht wirklich gut kannten, hatten wir eine richtig schöne entspannte Zeit miteinander. Sie haben häufig den Abwasch gemacht, unsere zwei Fahrräder in Gang gebracht und wir hatten einige nette Spieleabende. Wir konnten sogar zusammen einen Ausflug zu einem etwas entlegeneren Tempel machen. Danke, Laura und Jonny, für eine wirklich schöne Zeit mit euch! Gerne wieder!

18
Nov.
2019
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Where there is no doctor

Letzte Woche war ich ein paar Tage mit einem befreundeten Missionar aus Namibia unterwegs. Seit fast zehn Jahren fährt er alle paar Wochen in ein sehr, sehr abgelegenes Gebiet um dort den verstreut lebenden Menschen medizinisch zu helfen. Dazu lädt er sein abenteuerliches Gefährt und eine große Tasche mit verschiedensten Medikamenten und medizinischer Ausrüstung auf seinen Pickup und fährt eine weite Strecke bis nah ran an das Gebiet. Ab dort geht es dann nur noch mit dem Moped weiter. 

Wenn die Leute sein Moped hören, dann kommen sie herbeigeeilt. Übliche Beschwerden sind Magen-Darm-Krankheiten, entzündete Wunden, Hautkrankheiten, Augeninfektionen oder einfach nur Erkältungen. Wir trafen eine junge Frau die sehr schwach war. Sie wurde ein paar Tage zuvor zum nächsten Arzt gebracht. Der ist eine Tagesreise mit dem Moped entfernt. Sie hat dort eine Infusion zur Stärkung gelegt bekommen. Die Untersuchung hat ergeben, dass sie Malaria hat. Aber anstelle, dass ihr ein Malariamittel gegeben wurde, hat sie eine Wucher-Rechnung bekommen – mit den armen Leuten kann man es ja machen! Glücklicherweise hat mein Freund für solche Fälle immer auch Malaria Medikamente dabei.

Er geht nie alleine dort hin. Das wäre auch ziemlich riskant bei den Wegen. So nimmt er immer wieder andere lokale Christen oder Missionare mit, die den Menschen die gute Nachricht weitersagen. Es gibt dort schon einzelne Christen, aber lesen kann dort keiner. Schulen gibt es nicht. Es gibt auch ansonsten keine Infrastruktur – außer ein Polizeiposten am Waldein- und Ausgang. Handynetz gibt es auch nicht. Aber viele sparen für ein Smartphone mit dem sie dann alle paar Tage mal Empfang haben wenn sie auf einem Berg oder in benachbarten Dörfern zum Einkaufen oder Verkaufen von geschürften Bergkristallen sind. Das Handy ist die einzige Möglichkeit, um mit Teilen der Familie Kontakt aufzunehmen die weggegangen sind, weil die Lebensbedingungen zu schwierig waren. Gleichzeitig könnte das Handy auch prima dazu genutzt werden, um die Hörbibel-App darauf zu nutzen. Das werde ich bei zukünftigen Besuchen mal ausprobieren. Ich bin gespannt, wie es ankommt. Immer wieder haben wir erlebt, dass die Leute der Hörbibel gespannt zuhören. Damit möchten wir die Leute nicht unterhalten oder eine fremde Religion etablieren, sondern die Möglichkeit schaffen, dass Gott durch sein Wort zu ihnen redet und sie vom König der ganzen Welt Hilfe erfahren und frei werden.

12
Nov.
2019
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Picknick

Für uns ist es ein absoluter Segen, dass wir nicht nur Gemeinschaft mit anderen Missionaren hier vor Ort haben, sondern dass wir sogar hier mit drei anderen deutschen Familien vor Ort sind. Heute haben wir es endlich mal geschafft uns zum Picknicken in einem Park zu treffen. Die Kids hatten unglaublich viel Spaß beim Frösche fangen.