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25
März
2020
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Schule zu Hause

Am Freitag ahnte noch keiner, dass am Montag es keine normale Schule geben würde … Doch dann änderte sich alles.

Vor drei Wochen wurde der erste Corona Fall in Siem Reap bestätigt. Und plötzlich wurde von heute auf morgen beschlossen, dass die Schulen in Siem Reap Stadt auf unbegrenzte Zeit schließen.

Seitdem machen wir also Schule zu Hause. Die Schule bereitet jeweils ein Wochenpaket vor, was wir uns dann entsprechend einteilen können. Madita macht mit Jakob zusammen öfter Schule, da die Beiden ja auch ansonsten in einer Klasse sind. Julie und Charlotte spielen viel zusammen. Und Josia hat nun in der dritten Woche für „Literacy“ eine persönliche Lehrerin aus Neuseeland. So kann er die Zeit zuhause hoffentlich nutzen um mehr Grundlagen fürs Schreiben und Lesen zu sammeln. Durch die ganze Umstellung sind wir nun allerdings was Deutsch angeht, etwas hinterher. Aber irgendwie kriegen wir das auch wieder hin. Noch eine Woche Schule, dann sind hier erstmal zwei Wochen Ferien, die wir alle gut gebrauchen können.

13
März
2020
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Neues Haus fürs Nähprojekt

Heute hat Pete den ganzen Tag geholfen, das komplette Nähprojekt umzuziehen. Die bisherigen Räume waren ziemlich klein, zumal wir den einen Raum wegen Schimmel schon seit Herbst nicht mehr benutzen konnten.

Nun haben wir nicht nur sehr viel mehr Platz, sondern auch der Ort des neuen Hauses ist bestimmt mindestens 10 Minuten dichter an ihrem Wohnort und liegt am Stadtrand. So müssen sie nicht immer durch die ganze Stadt fahren. Außerdem bietet das Haus uns die Möglichkeit in Zukunft noch mehr Frauen anzustellen. Wir sind gespannt, wie sich alles weiter entwickeln wird.

Ab nächste Woche werden wir aber erstmal das Nähprojekt schließen müssen um die Gefahr zu verringern, dass sich die Frauen mit dem Virus anstecken.

7
März
2020
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Die Story mit dem Haus

Als wir im letzten Sommer ein Haus gefunden hatten, waren wir super glücklich und dachten, hier ist es schön, hier bleiben wir erstmal. Doch leider stellte sich ziemlich schnell heraus, dass das Wohnumfeld einfach ziemlich laut war, wir ständig verbrannten Müllgeruch in unserem Haus hatten und der Gestank von den Krokodilen ebenfalls hinzukam.

Im Januar war dann für uns klar, dass wir hier nicht länger wohnen können. Wir hatten jeden Tag von irgendwoher laute Musik und die ganze Situation zerrte jetzt schon Monate an unseren Nerven. Zeit nach einem anderen geeigneten Haus zu suchen.

Wir schauten uns einige an, aber einige waren ziemlich versifft oder hatten nur zwei Zimmer. Von befreundeten Missionaren wussten wir, dass dort wo sie wohnen ein freies Haus zur Verfügung stand. Es ist ein Grundstück, wo insgesamt sieben Häuser verteilt zwischen den Bäumen zusammen stehen. Zentral gelegen in der Stadt, aber trotzdem ruhig, da es in einer Sackgasse liegt. Und zusätzlich noch ein Pool. Vor zwei Jahen haben wir damals schon die Missionare besucht und gedacht, dass es hier schön zu wohnen ist. Nun gingen wir also um uns das Haus anzusehen. Allerdings hatte es nur zwei Schlafräume oben und unten einen großen Raum. Wir brauchten aber unbedingt drei Räume und am besten unten noch einen Stauraum. Wir überlegten hin und her, aber entschieden uns letztendlich, dass wir nicht in dieses Haus ziehen können, auch wenn das Wohnumfeld attraktiv ist.

Wir fragten dann aber noch den Manager der Häuser, wie viele mögliche Häuser mit drei Zimmer es gab. Von den vier Häusern mit drei Räumen war klar, dass zwei ganz neu bezogen werden und in den anderen zwei Häusern wohnten die Leute schon seit 8 Jahren. Also nicht wirklich ein Grund gerade jetzt auszuziehen. Wir haben dann einfach gebetet, dass wenn Gott möchte, dass wir hier einziehen sollen, dann muss er sie herausschicken.

Etwa ein Monat später bekamen wir dann einen Anruf und unsere Freunde erzählten uns, dass die Franzosen so schnell wie möglich ausziehen möchten!!! Wow! Das ging schnell! Wir schauten uns das Haus am nächsten Tag an. Es hatte drei Zimmer, einen großen Stauraum und gefiel uns wirklich sehr! Schnell war klar, dass sobald die Franzosen ausgezogen wären, wir einziehen konnten. Wir sagten unserem Vermieter Bescheid und er war natürlich nicht wirklich glücklich zu hören, dass wir innerhalb von zwei Wochen umziehen würden.

Wir packten unsere Sachen, waren dann eine Wochen in Malaysia und in der Woche danach zogen wir dann zwischendurch immer mal wieder ein paar Sachen um. Denn Pete war eigentlich im Dorf voll beschäftigt mit dem Aufbau des Metallprojekts. Aber irgendwie ging es und am 2. März um 17 Uhr waren alle Sachen aus unserem alten Haus umgezogen! Seitdem genießen wir die Ruhe, die Gemeinschaft mit den anderen zwei Familien, den Pool! Danke für all eure Gebete! Wir staunen immer noch, wie Gott alles wunderbar vorbereitet hat.

23
Feb.
2020
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Visa Run nach Malaysia

In vergangenen Jahren war ein neues Visa für Kambodscha nicht wirklich aufregend. Wir gingen einfach zu einem Reisebüro, der für uns die Angelegenheit beim Ministerium erledigte und Tage später hatten wir ein neues Jahresvisa. Seit ungefähr zwei Jahren geht das nun aber so nicht mehr.

Da wir im Sommer erstmal ein einmonatiges Visa erhalten haben, konnten wir danach ein „Suche Arbeit Visa“ für sechs Monate erhalten. Danach muss man das Land verlassen um dann erneut ein einmonatiges Visa zu bekommen und dann hoffentlich ein einjähriges Visa incl. Arbeitserlaubnis zu bekommen.

Da wir also das Land verlassen musste und am besten mit dem Flieger wieder einreisen, sind wir kurzerhand, weil es das billigste war, nach Malaysia geflogen.

Die ersten Tage haben wir Kuala Lumpur genossen. Wir mussten feststellen, dass Montags hier „public holiday“ ist und manches nicht geöffnet hatte. Trotzdem haben wir schöne Sachen machen können.

In einem total heruntergekühlten Zug (15 Grad) sind wir dann noch nach Penang gefahren. Streetart, leckeres Essen, Strand, Zahnradbahn …. Es hat gut getan einfach mal rauszukommen und nicht ständig Lärm um uns zu haben. Der letzte Abend in KL war dann etwas abenteuerlich, aber wir haben nun viele Erinnerungen sammeln können.

Als wir dann in Kambodscha ankamen, wäre Pete fast nicht ins Land gekommen, da ihm ein vier Jahres altes einmonatiges Visa fehlte. Es hat sich irgendwie abgelöst ohne das wir es mitbekommen haben. Erst nachdem Pete ein Dokument unterschrieben hat, dass er einen neuen Reisepass beantragen wird, kamen wir ins Land. Problem ist nur, dass der Reisepass nur bei der Botschaft in Phnom Penh an zwei Tagen in der Woche beantragt werden kann und dass das ganze auch im Eilverfahren immer noch vier Wochen dauert. Reicht also definitiv nicht für die Verlängerung unseres ein Monatsvisa aus! Bleibt nur zu hoffen, dass sich der ganze Aufwand gelohnt hat und wir trotzdem nun ein neues Visa bekommen.

8
Feb.
2020
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Einweihungsfeier

Heute wurde im Dorf „Phnom Dey“, wo das neue Metallprojekt startet, ein buddhistisches Gebetshaus eröffnet. Es ist ein Ort, wo Khmer, die von weit her gereist sind, übernachten können, so wie ein Ort wo viele buddhistische Feiern und Zeremonien stattfinden. In der Andacht im Nähprojekt konnten wir dann gut über diesen Ort reden und dass all diese gemachten Götter, die nun dorthin getragen worden, nur totes Material sind! Wir beten dafür, dass an diesem Ort eine lebendige Gemeinde entsteht – nicht unbedingt ein Haus, aber viele Khmer, die Christus nachfolgen und die Leuchtkraft nach außen haben.

7
Feb.
2020
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Zwei Hochzeiten und ein paar Ameisen

Zwei Hochzeiten in einer Woche und keine davon am Wochenende … das passiert einem wahrscheinlich niemals in Deutschland, aber in Kambodscha ist es durchaus möglich.

Hochzeit Nr. 1 „Saon“ – sie arbeitet im Nähprojekt

Am Montag hat SaOn mit ihren 18 Jahren ihren Jugendfreund geheiratet. Eigentlich sollte sie vor ungefähr einem Jahr schon verheiratet werden. Die Mutter hatte den Ehemann ausgesucht, aber kurz vor der Hochzeit, also wo schon fast alles organisiert war, hat sich dann telefonisch die bereits verheiratete Ehefrau gemeldet und der „Zukünftige“ hat sich ganz schnell davon gemacht. Leider keine Seltenheit in Kambodscha, dass Männer mehr als eine Frau haben. Nun ja, SaOn ist drüber hinweggekommen und vielleicht im Endeffekt ganz glücklich, dass diesmal sie entscheiden durfte.

Hochzeit Nr. 2 „die Schwester von SoThea“ – SoThea arbeitet im Nähprojekt

Am Donnerstag fand dann die zweite Hochzeit statt. Ehrlich gesagt war ich nicht besonders glücklich darauf, an meinem Geburtstag auf eine Hochzeit zu gehen, noch zu einer wo ich noch nicht mal das Brautpaar kennen, aber nun ja so ist das eben! Leider mussten wir fast ne Stunde warten, bis wir endlich das Essen bekamen. Insgesamt gab es sieben Gänge, wie bei eigentlich jeder Hochzeit. Und so kam ich dann in den Genuss ENDLICH auch mal Ameisen zu essen. Denn es gab rote Waldameisen mit Rindfleisch. Nun ja, die Ameisen sind eher wie kleine Knochen oder Gräten und haben nicht wirklich Geschmack, aber ständig auf irgendwelchen Knochen rum zubeißen, war jetzt nicht so mein Ding. Aber in Deutschland würde man für diese Essenserfahrung bestimmt jede Menge Geld loswerden.

5
Feb.
2020
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Gebet für den Nordwesten

Etwa drei bis viermal im Jahr machen sich einige Missionare auf den Weg um mit ihren Motorrädern Kambodscha im Gebet einzukreisen und Christen vor Ort zu ermutigen. Nicht jedes Mal kann Pete mit dabei sein, aber gerade war es ihm besonders wichtig, da sie im Nordwesten Kambodschas unterwegs waren.

Sie haben dieses Mal sehr viele Christen treffen können, für sie gebetet und sie ermutigt. Gerade von den geistlichen Leitern kam immer wieder das positive Feedback, dass endlich mal einer sie vor Ort besuchen kommt. Darüber waren sie wirklich sehr dankbar. Sonst werden sie immer zu irgendwelchen Treffen in die Städte eingeladen, aber niemand kommt sie vor Ort besuchen.

Gerade im Nordwesten wohnen viele, die ehemals bei der roten Khmer waren. Es ist beeindruckend ihre Geschichten zu hören und wie Gott sie von Grund auf verändert hat und sie eine neue Kreatur in Christus nun sind. Erstaunliche Geschichten. Ebenso von Heilungen und dergleichen. Gott ist am Wirken! An anderen Stellen ist dagegen noch sichtbar gar nichts, aber die Gruppe konnte vor Ort beten, dass auch dort Gott als Licht in die Dunkelheit hineinscheinen mag!

3
Feb.
2020
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Fahrradtour

Heute habe ich mit den Kids am Spätnachmittag eine kleine Fahrradtour gemacht. Wir wollten ein wenig raus und dem Lärm entfliehen! Doch Pustekuchen, überall wo wir hinkamen, war Karaoke oder irgendeine andere Musik … mit ständiger Begleitung der buddhistischen Klänge im Hintergrund. Tja, wir sind nun mal mitten in der kambodschanischen Gesellschaft gelandet! Mit Ruhe ist da nix! Aber ehrlich gesagt, so lange halte ich das hier nicht mehr aus. Seit fast einem ganzen Monat nun haben wir Dauerbeschallung von abends bis morgens!

Die Fahrradtour war aber trotzdem nett und es war schön durch die Reisfelder zu fahren.