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22
Apr.
2020
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Dankbar

Es ist so schön, wenn es nicht nur geben ist, sondern auch nehmen. Heute durften wir zum Beispiel richtig viele Cashewnüsse von unsrer ehemaligen Haushaltshilfe entgegen nehmen. Wir wissen wieviel Arbeit es ist, die ganzen Nüsse zu sammeln und dann weiterzuverarbeiten. Richtig cool!

17
Apr.
2020
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Zukunftsplanung

Nachdem wir uns wochenlang nicht mit Darren und Minako getroffen haben, hat es richtig gut getan zusammen zu sitzen. Wir haben fast einen ganzen Tag zusammen über das Nähprojekt und Metallprojekt und unsere Zukunftspläne gesprochen. So schön, gemeinsam mit ihnen unterwegs zu sein.

13
Apr.
2020
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Corona und die Textilindustrie Kambodschas

Ein Sechstel der Textilfabriken hat in Kambodscha mittlerweile aufgrund der Coronakrise geschlossen. Denn viele der Auftraggeber wie C&A, Zara, Primark etc. haben ihre Aufträge zurückgezogen. Während in Deutschland und anderswo in Europa, die Leute wohl mehr als genug im Kleiderschrank rumhängen haben und auch gut und gerne mal ein paar Monate aufs Shoppen verzichten können, bedeutet dieser Arbeitsverlust für zig Tausende (bis zu 200.000) der Wegbruch ihres gesamten Einkommens oder sogar das der ganzen Großfamilie, die dadurch mitfinanziert wird.

Hier findet ihr zwei Links zu ausführlicheren Artikeln:

https://www.tagesschau.de/wirtschaft/modeketten-naeherinnen-asien-101.html

https://www.dw.com/de/der-globalisierte-corona-schock-in-der-textilindustrie/a-53003975

12
Apr.
2020
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Es ist vollbracht

Wie genial ist es, dass wir gerade in diesen Zeiten zusammen mit noch drei anderen Missionarsfamilien auf diesem Compound wohnen. So haben wir gemeinsam Karfreitag gefeiert und an Ostersonntag eine Ostereiersuche veranstaltet mit anschließendem leckeren Grillen!

9
Apr.
2020
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Feiertage verschoben

Vom 13.4. bis 16.4. findet in Kambodscha das Neujahrsfest statt – wie jedes Jahr! Nur dieses Jahr, ist es hier ganz anders. Denn der Ministerpräsident Hun Sen hat ein paar Tage vorher mit der Regierung beschlossen, dass die Feiertage dieses Jahr ausfallen und einfach zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden. Das ist ungefähr so, wie wenn man Weihnachten nicht feiert und das dann irgendwann im Mai nachholt.

Zudem darf man zurzeit nicht von einer Provinz in die andere Provinz reisen. Beide Maßnahmen sollen helfen, dass möglichst viele einfach das tun, was sie immer machen, nämlich arbeiten und damit hoffentlich sich nicht anstecken und den Virus nicht weiter durchs Land verteilen.

Während dem Neujahrsfest stellen die Khmer vor ihren Häusern einen Tisch mit Blumen, Obst, Getränken und Essen auf. Dieser ist für einen der sieben Engel gedacht, der jedes Jahr zu Khmer Neujahr auf die Erde kommt. Scherzhaft meinte wohl der Ministerpräsident, dass der Engel dieses Jahr bestimmt nicht kommt, weil er Angst vor Corona hat.

28
März
2020
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Vorstellung des neuen Metallprojektes M4T

So lautet der Name unseres neuen Projektes im Dorf Phnom Dei. Zusammen mit Darren und Minako, einem kanadischen Ehepaar, möchten wir in diesem Dorf am Müllberg Kontakte zu den Familien aufbauen und vertiefen in dem wir Arbeitsplätze schaffen. In dem Nähprojekt ‚Clothed in Dignity‘ sind einige Frauen beschäftigt, und in dem Metallprojekt M4T (Made For This) haben nun Männer die Gelegenheit, in der Metallverarbeitung zu arbeiten und so Geld für ihre Familien zu bekommen. Im täglichen Miteinander ergeben sich Gelegenheiten für die Weitergabe der guten Botschaft. Zuallererst möchten wir Spielgeräte für eine Schule in Siem Reap herstellen, aber später auch noch andere Aufträge annehmen, um damit die Gehälter der Arbeiter zu decken.

Aufbau

Darren und Minako bauen schon seit ein Paar Jahren Beziehungen zu Familien aus dem Dorf auf und haben vor zwei Jahren ein Stück Land gekauft, um sozusagen Stützpunkt zu sein für Aktionen um wiederum das Dorf zu segnen. Was genau mit dem Land passieren sollte, das war vor zwei Jahren, als wir die beiden kennen lernten, noch unklar. Aber wir merkten schon damals, dass wir eine ganz ähnliche Passion für die Landbevölkerung haben, und wir uns als Team gut ergänzen könnten. In den Monaten nach unserer Ankunft in Siem Reap ging es dann recht schnell. Wir hatten den Eindruck, dass Gott da gerade eine tolle Sache komponiert und so fingen wir an, konkrete Pläne für den Aufbau dieses Metallprojektes zu schmieden.

Zuallererst brauchten wir eine Arbeitshalle oder ähnliches. Im Café auf einer Serviette ist dann im Januer der erste Entwurf entstanden, und später an Pete’s PC der Rest der Halle. Im Februar/März konnten wir dann die Halle (eigentlich ist es ja keine Halle weil es keine Wände gibt…) bauen und dabei schonmal mit den Männern zusammen arbeiten. Wir sind dankbar, dass alles reibungslos geklappt hat, und Pete freut sich schon darauf, auf einer 1A geraden Bodenplatte, wie sie nur selten in Kambodscha zu finden ist 😊, anzufangen mit den Männern zu arbeiten.

Leider hat uns Corona erstmal einen Strich durch die Rechnung gemacht. Das Dach wurde zwar vor zwei Wochen fertiggestellt, aber den Start des Projektes mussten wir erstmal verschieben um nicht das gerade aufgebaute Vertrauen im Dorf zu zerstören. Wir warten jetzt ab bis sich die Situation beruhigt, denn aktuell haben viele noch eine irrationale Angst vor Ausländern. In der Zwischenzeit kann Pete wenigstens noch Zeichnungen machen für die Spielgeräte.

27
März
2020
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Corona

Da mittlerweile schon einige bei uns nachgefragt haben, wollen wir mal ein wenig dazu schreiben, wie die Lage bezüglich Corona in Kambodscha aussieht.

Es gab Leute die Angst hatten über Corona zu reden weil sie rechtliche Konsequenzen befürchteten. Einige sind mit der Anschuldigung von Fake News inhaftiert worden. Ungewissheit und Angst haben sich schon vor einem Monat ausgebreitet.

Dann am 8.3. wurde der erste offizielle Fall in Siem Reap bestätigt und von einem auf den anderen Tag war das Thema Corona nicht mehr tabu und stattdessen wurden die Schulen in Siem Reap Stadt geschlossen. Eine Woche später wurden dann alle anderen Schulen im Land auch zugemacht.

Zu diesem Zeitpunkt waren schon sehr viel weniger Touristen im Land als sonst zur Hauptsaison üblich. Eine gute Gelegenheit um sich mal ungestört Angkor Wat anzuschauen, aber für viele Khmer hier war die Konsequenz, dass sie ihren Arbeitsplatz verloren haben. Denn gerade hier in Siem Reap sind viele in der Tourismusbranche angestellt: Hotels, Restaurants, Reiseführer, TukTuk-Fahrer ….

Ab dem 17.3. galt dann der Einreisestop für mehrere Nationen, u.a. auch Deutschland. Und ein paar Tage später wurden dann die Grenzen zu den Nachbarländern dicht gemacht. Für die Touristen vor Ort eine echt schwierige Situation, da man nach Bangkok nur noch mit einer Gesundheitsbescheinigung einreisen konnte. Den Virustest kann man aber soweit wie wir wissen nur in der Hauptstadt machen lassen und auch nicht überall. Es gibt nur noch vereinzelte Flüge von Phnom Penh aus, der Flughafen in Siem Reap ist mittlerweile komplett geschlossen.

In Kambodscha sind zurzeit etwa 115 bestätigte Fälle gemeldet. Kaum auszumalen, wie hoch vielleicht schon die Dunkelziffer ist und was hier noch in den nächsten Wochen zu erwarten ist. An vielen Orten haben die Mönche schon mit Trommeln versucht den Virus zu verscheuchen. Überall herrscht Panik und man fürchtet sich vor allem vor den Ausländern. Jeder läuft mit einer Maske herum. Die Märkte sind zwar offen, aber es sind fast keine Menschen da und auch sonst wirkt die Stadt wie ausgewechselt. Viele Läden, Restaurants haben zu gemacht und die Frage hier ist nicht nur: wie viele werden aufgrund des Virus sterben, sondern auch: wie wird sich das Ganze auf die sowieso schwierige finanzielle Lage vieler Menschen auswirken?

Danke, wenn ihr mit dafür betet, dass nun am Wochenende die Regierung weise Entscheidungen trifft, wie sich die Bevölkerung weiter verhalten soll.

Danke, wenn ihr mit dafür betet, dass Christen in dieser Zeit offen über ihre ewige Hoffnung reden können und viele Khmer Gott persönlich kennen lernen.

Danke, wenn ihr mit dafür betet, dass sich der Virus hier nicht weiter ausbreitet und Gott seine schützende Hand über dieses Land hält.

Hier noch ein Link, wo ihr sehen könnt, wie die aktuelle Lage, der offiziell getesteten Personen in Kambodscha ist:

https://covid19-map.cdcmoh.gov.kh/

26
März
2020
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Happy Birthday Maddy!

Seit Dezember fieberte Madita auf ihren Geburtstag zu. Ich weiß gar nicht wie oft wir gezählt haben. Nun eigentlich hatten wir die Geburtstagsfeier etwas anders geplant. Noch vor zwei Wochen haben wir Einladungskarten gebastelt und u.a. drei Schulfreundinnen eingeladen. Doch kurz vor ihrem Geburtstag haben wir uns dann dafür entschieden, dass wir nicht mit ihnen feiern können, sondern nur mit den sowieso eingeladenen Nachbarskindern.

Wie genial, dass die Kinder auch jetzt andere Kinder zum Spielen haben, weil wir auf einem abgeschlossenen Grundstück mit anderen Familien zusammen wohnen. Und so konnten wir dann trotzdem schön Geburtstag feiern mit einer Schatzsuche, leckerem Eis und viel Spaß.

Auf Maditas Geburtstagsgeschenk muss sie allerdings jetzt trotzdem noch warten, denn das sollte eigentlich mit einem Besuch zu uns kommen, was nun allerdings nicht möglich war. So ist es jetzt irgendwo in einem Paket unterwegs und kommt hoffentlich vor dem nächsten Geburtstag an! Aber ein paar andere Geschenke gab es trotzdem – und wenn wir mal ganz ehrlich sind, haben unsere Kinder sowieso viel zu viel!